Was für ein Derby. Was für eine Atmosphäre. Was für ein Finish.
Vor einer komplett vollen Mehrzweckhalle in Griebo, in der gefühlt mindestens die Hälfte der Zuschauer in HBC-Farben gekleidet war, entwickelte sich am vergangenen Wochenende ein echtes Derby, das seinem Namen alle Ehre machte.
Ein riesengroßes Dankeschön an unsere Fans, die uns einmal mehr über die gesamte Spielzeit lautstark unterstützten und auch in den schwierigsten Phasen an uns glaubten. Ihr habt dieses Auswärtsspiel wieder zu einer echten Heimspielatmosphäre gemacht! 🔥
Torhüter im Mittelpunkt – Defensive prägt das Derby
Wer ein Offensivspektakel erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Von Beginn an war klar: Dieses Derby wird über die Defensive entschieden.
Auf beiden Seiten dominierten die Torhüter das Geschehen.
Für den HBC zeigte Christian Brandt eine überragende Leistung zwischen den Pfosten und hielt seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden immer wieder im Spiel. Auch Fynn Schmidt, der in der Schlussphase ins Tor kam, fügte sich nahtlos ein und zeigte wichtige Paraden in einer extrem hitzigen Schlussphase.
Doch auch auf der Gegenseite stand mit Fabian Sumpf ein überragender Rückhalt. Immer wieder nahm er dem HBC freie Würfe ab und ließ die Gäste phasenweise verzweifeln. Ohne seine Leistung wäre das Spiel wohl frühzeitig in eine andere Richtung gegangen.
Nervöses Derby – viele Fehler auf beiden Seiten
Das Spiel war geprägt von Nervosität, Hektik und intensiven Zweikämpfen.
Viele technische Fehler, Fehlwürfe und Ballverluste verhinderten, dass beide Mannschaften offensiv richtig ins Rollen kamen.
Apollensdorf erwischte dennoch den etwas besseren Start und konnte sich im Verlauf der ersten Halbzeit leichte Vorteile erspielen. Der HBC hielt defensiv gut dagegen, ließ offensiv aber zu viele Chancen liegen.
So ging es mit einem 13:12 für Apollensdorf in die Halbzeitpause.
Zweite Halbzeit: Rückstände, Aufholjagden und ein dramatisches Finale
Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel eng und intensiv.
Immer wieder gelang es Apollensdorf, sich leicht abzusetzen, doch der HBC kämpfte sich ebenso regelmäßig zurück.
In der Schlussphase schien das Derby dann zugunsten der Gastgeber entschieden.
Knapp zwei Minuten vor dem Ende führte Apollensdorf mit vier Toren – 26:22.
Viele hätten das Spiel zu diesem Zeitpunkt abgeschrieben.
Doch nicht dieses Derby. Und nicht diese Mannschaft.
Vier Tore in der Schlussphase – unglaubliche Moral des HBC
Mit großem Kampfgeist, aggressiver Defensive und mutigem Angriffsspiel gelang dem HBC eine spektakuläre Aufholjagd. Auch Überzahlsituationen wurden nun konsequent genutzt.
Tor um Tor kämpften sich die Gäste heran.
Die Halle tobte.
Die Spannung war kaum auszuhalten.
Und dann kam der letzte Angriff.
Neun Sekunden vor Schluss war es Jeremy Engel, der die Nerven behielt und den Ball zum viel umjubelten 26:26-Ausgleich im Tor unterbrachte.
Ein Treffer, der sich wie ein Sieg anfühlte.
Gerechtes Remis – mit unterschiedlicher Gefühlslage
Am Ende stand ein 26:26-Unentschieden, das dem Spielverlauf absolut gerecht wurde.
Für Apollensdorf fühlte sich dieses Remis sicherlich eher wie ein verlorener Punkt an, nachdem sie kurz vor Schluss bereits klar geführt hatten.
Für den HBC hingegen war es ein gewonnener Punkt – dank unglaublicher Moral und unbändigem Kampfgeist bis zur letzten Sekunde.
Blick auf die Tabelle
Mit diesem Punkt bleibt die Situation im Kampf um die oberen Tabellenplätze weiterhin spannend. Dennoch ist klar: Durch das verlorene Hinspiel gegen Apollensdorf liegt der direkte Vergleich aktuell beim Gegner, wodurch man ohne fremde Hilfe nicht mehr aus eigener Kraft auf einen Podestplatz springen kann. Zudem beträgt der Abstand zu den Spitzenreitern aktuell vier Punkte.
Fazit
Ein Derby, das alles hatte:
Emotionen, Kampf, starke Torhüter und ein dramatisches Finale.
Ein Spiel, das zeigt, was diese Mannschaft auszeichnet:
Moral, Zusammenhalt und der Glaube bis zur letzten Sekunde.
Und ein Punkt, der sich am Ende wie ein kleiner Sieg anfühlt.
Für den HBC spielten: Fynn, Brandi,Yashin(Tor), Julien, Jay (4), Fiete, Kevin (2), Lennart (5), Ben (8/4), Lasse (3), Seiffe (3),Hannes (4), Miami (verletzt), Homer
Bank: Schmidti, Berti, Mo, Martin, Tjorven
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